Wie Lange Dauert Reha Phase C
Hintergrund: Die neurologische Fr�hrehabilitation (Phase B) ist integraler Bestandteil nach dem Phasenmodell der Bundesarbeitsgemeinschaft f�r Rehabilitation (BAR). In dieser Studie wurde die Verweildauerentwicklung untersucht.
Methode: Eingeschlossen wurden 2 060 F�lle der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf von 2005 bis 2008, bei denen die Strukturmerkmale der Fr�hrehabilitationsprozedur OPS (Operationen- und Prozedurenschl�ssel) 8-552 erf�llt waren. Untersucht wurden dice Parameter Alter, Geschlecht, Verweildauer, Entlassungsart, Diagnosen und Morbidit�t. 75,seven Prozent der Grundgesamtheit waren den Diagnosegruppen zerebrale Isch�mie, Sch�del-Hirn-Trauma und intrazerebrale Blutungen zuzuordnen.
Ergebnisse: �ber den Gesamtzeitraum lag dice mittlere Verweildauer bei 44,six Tagen, wobei von 2005 bis 2008 eine sukzessive Reduktion von 46,8 Tagen im Jahr 2005 auf 37,5 im Jahr 2008 zu beobachten war (p < 0,001). Dice Morbidit�t nahm ab. Dice von der BAR vorgeschlagene Mindestverweildauer von acht Wochen konnte in 76,four Prozent der erfassten F�lle eingehalten werden. 39,5 Prozent der Patienten verbesserten sich in der Stage B so weit, dass sie in eine weiterf�hrende Rehabilitation �bergeleitet werden konnten, etwa jeder f�nfte Behandlungsfall endete mit einer Verlegung in eine Pflegeeinrichtung. Die Sterblichkeit betrug 0,nine Prozent. Obwohl dice Fr�hrehabilitationsprozedur korrekt klassifiziert wurde, ergaben sich insgesamt threescore verschiedene diagnosebezogene Fallpauschalen.
Schlussfolgerung: Die Daten st�tzen die von der BAR geforderte Mindestbehandlungsdauer von 8 Wochen in der Phase B. Die beobachtete Verweildauerreduzierung kann in erster Linie durch eine Abnahme der Morbidit�t der Fr�hrehabilitationsf�lle erkl�rt werden. Hierbei ist ein Selektionseffekt durch die Fr�hrehabilitationsprozedur eight-552 zu vermuten.
Dice neurologische Fr�hrehabilitation in der Bundesrepublik Germany ist eingebettet in das Phasenmodell der Bundesarbeitsgemeinschaft f�r Rehabilitation (BAR) zur Rehabilitation von Patienten mit schweren und schwersten Hirnsch�digungen (i). In diesem Modell werden die Phasen A bis F definiert, deren Differenzierung nicht nur klinisch relevant ist, sondern auch leistungsrechtliche Konsequenzen hat (Tabelle 1 gif ppt). In den meisten Bundesl�ndern ist die neurologische Fr�hrehabilitation als Krankenhausbehandlung (� 39 SGB V) anerkannt (2), so dass eine Abrechnung �ber Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG) erfolgt, wenn die Kliniken nicht als �besondere Einrichtung� anerkannt sind. In diesem Zusammenhang ist dice Bedeutung der 2005 eingef�hrten Prozedur OPS 8-552 (�neurologisch-neurochirurgische Fr�hrehabilitation�) zu betonen, �ber die Leistungen der neurologischen Fr�hrehabilitation erfasst werden k�nnen (Kasten) (iii). Die Abk�rzung OPS bedeutet �Operationen- und Prozedurenschl�ssel�. Nach �berschreiten einer Verweildauer von 27 Tagen erfolgt eine Verg�tung nach tagesgleichen Pfleges�tzen (DRG B43Z beziehungsweise B42Z).
Das BAR-Phasenmodell sowie dice 1995 formulierten �Empfehlungen zur neurologischen Rehabilitation von Patienten mit schweren und schwersten Hirnsch�digungen in den Phasen B und C� (1) stellen eine auch durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) konsentierte Basis zur Betrachtung von Verweildauern dar. In der Phase B wurde von der BAR ein Mindestbehandlungsintervall von acht Wochen zur Beurteilung des Rehabilitationspotenzials zugrunde gelegt (1).
Es gibt kaum aktuelle Daten �ber Verweildauern in der Phase B. In einer �bersichtsarbeit aus dem Jahr 1999 wird eine inhomogene Verteilung der Behandlungsdauern beschrieben, mit einerseits einigen raschen Besserungen und andererseits sehr langen Verl�ufen mit einer Dauer von bis zu zw�lf Monaten (four). Detaillierte Aussagen zur Behandlungsdauer finden sich in einer fr�heren Publikation aus dem Jahr 1996 (v): 34 Prozent der Patienten hatten eine Verweildauer von bis zu 3 Monaten, 16 Prozent von 3 bis 5 Monaten, 31 Prozent von 5 bis 12 Monaten und 19 Prozent von mehr als einem Jahr.
Gegenstand dieser Untersuchung ist die Entwicklung der Verweildauer in der neurologischen Fr�hrehabilitation in den vergangenen Jahren und der sie beeinflussenden Parameter.
Material und Methoden
Alle ab dem 1. Januar 2005 aufgenommenen und bis zum 31. Oktober 2008 in der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf beendeten Fr�hrehabilitationsf�lle (north = 2 060), bei denen die Strukturmerkmale der Fr�hrehabilitationsprozedur OPS 8-552 (Kasten) erf�llt waren, wurden in eine retrospektive Analyse einbezogen.
Die statistische Auswertung erfolgte mittels der Statistik-Software SPSS (Version xvi.0) und umfasste Varianzanalysen mit Postal service-hoc-LSD-Tests, T-Tests und Pearson-Korrelationen. Bei der Darstellung der Ergebnisse wurden jeweils Mittelwert und Standardabweichung in Klammern angegeben. Zur Beurteilung der Morbidit�t wurde in einem Teil der F�lle auch der Fr�hreha-Barthel-Index (6) erfasst. Dieser kann Werte zwischen �325 (schwerstbetroffener Fr�hrehabilitationspatient) und +100 (in den Aktivit�ten des t�glichen Lebens selbstst�ndiger Patient) annehmen. Als weiteres Ma� der Morbidit�t wurde noch der PCCL-Wert (PCCL, �patient clinical complexity level�) herangezogen, der sich auf die zum Entlassungszeitpunkt anhand der kodierten Nebendiagnosen erfassten Komplikationen und/oder Komorbidit�x bezieht. Ferner wurde dice Zahl der kodierten Nebendiagnosen erfasst.
Die Verweildauern wurden in einigen separaten Analysen zus�tzlich �bereinigt�, und zwar um die Entlassungsarten �Tod�, �Verlegung in ein Akutkrankenhaus�, �Verlegung in eine Hospizeinrichtung� und �Entlassung gegen �rztlichen Rat�. Dieses statistische Vorgehen wurde gew�hlt, um vor allem �regul�re� Fr�hrehabilitationsf�lle zu erfassen, die nicht durch Komplikationen oder irregul�re Entlassungen vorzeitig beendet wurden. Im Ergebnisteil wurden jedoch sowohl �bereinigte� als auch �nicht bereinigte� F�lle nebeneinander dargestellt.
Ergebnisse
Von den 2 060 Phase-B-F�llen waren due north = i 207 m�nnlichen und n = 853 weiblichen Geschlechts. Das mittlere Alter lag bei 62,0 Jahren (16,7), Range 14 bis 97. Zerebrale Isch�mien waren dice dominierende Diagnosegruppe (twoscore,0 Prozent), gefolgt von Sch�del-Hirn-Traumata (20,seven Prozent) und intrazerebralen Blutungen (14,viii Prozent) (Tabelle two gif ppt).
Im gesamten Untersuchungszeitraum lag die mittlere Verweildauer in der Phase B bei 44,6 (35,2) Tagen (Range 7 bis 304, Median = 35, 25-Perzentile = 20, 75-Perzentile = 58). Von 2005 ergab sich ein signifikanter R�ckgang von 46,8 (38,three) Tagen auf 37,v (28,5) im Jahr 2008 (ANOVA, F = six,6, p < 0,001), bei allerdings hohen Standardabweichungen (Grafik 1 gif ppt). In mail-hoc-LSD-Tests zeigte sich, dass sich die 2008 dokumentierte Verweildauerreduktion signifikant von allen Vorjahren abgrenzen lie�. 44,ii Prozent der Fr�hrehabilitationsf�lle wurden innerhalb des ersten Monats beendet, 32,2 Prozent innerhalb von 1 bis two Monaten (Grafik 2 gif ppt). 13,7 Prozent hatten eine Verweildauer von two bis 3 Monaten, 6,0 Prozent von 3 bis 4 Monaten, i,9 Prozent von four bis 5 Monaten und nur 1, iii Prozent von 5 bis 6 Monaten. Kumulativ betrug der Anteil der F�lle mit einer Verweildauer von mehr als 6 Monaten 0,seven Prozent. Selbst nach Bereinigung der F�lle um Verlegungen in Akutkrankenh�user, Tod, Entlassung gegen �rztlichen Rat und Verlegung in eine Hospizeinrichtung ver�nderten sich dice mittleren Verweildauern nur geringf�gig.
Bei der Betrachtung der Entlassungsarten dominierte die Verlegung in eine nachfolgende Rehabilitationsma�nahme mit 39,5 Prozent, das hei�t in diesen F�llen traten rehabilitative Fortschritte ein, so dass eine nachfolgende Stage-C-Behandlung m�glich wurde (Tabelle 3 gif ppt). In 13,6 Prozent der erfassten Fr�hrehabilitationsf�lle fand eine regul�re Entlassung statt, in der Regel in dice h�usliche Pflege. Aufgrund einer interventionsbed�rftigen akuten Erkrankung, zum Beispiel Shunt-pflichtiger Hydrozephalus oder Shunt-assoziierte Komplikationen, erfolgte in 27,half dozen Prozent der F�lle die Verlegung in ein Akutkrankenhaus, dice Sterblichkeit lag bei unter einem Prozent (0,9 Prozent), wobei north = five im Jahr 2005, jeweils n = 6 2006 und 2007 sowie n = two Patienten 2008 verstarben.
Der PCCL-Wert f�r dice Jahre 2005 bis 2008 ist in der Tabelle 4 (gif ppt) wiedergegeben. Die meisten F�lle waren den h�chsten Schweregraden three und 4 zuzuordnen (93,3 Prozent), feststellbar war aber eine zunehmende Verschiebung von Schweregrad 4 zugunsten des Schweregrads 3. Bei 1 320 F�llen aus den Jahren 2006 bis 2008 wurde als weiteres Kriterium der Erkrankungsschwere der Fr�hrehabilitations-Barthel-Index (6) zum Aufnahmezeitpunkt erfasst. Dice Verteilung gem�� ICD-Schl�sselnummern U52.0 bis U52.3 ist in der Tabelle five (gif ppt) wiedergegeben. Die weitaus meisten F�lle zeigten schwere Beeintr�chtigungen in einem Bereich von �200 bis �76 beziehungsweise �75 bis 30 Punkten (insgesamt 96,4 Prozent in den Jahren 2006 bis 2008). Es ergab sich allerdings �ber die Jahre eine zunehmende Verschiebung von den schwereren F�llen (�200 bis �76 Punkte) in den Bereich von �75 bis xxx Punkte im Fr�hreha-Barthel-Alphabetize. So wurden noch 2006 42,7 Prozent der F�lle des Jahres der Kategorie U52.2 (-200 bis -76 Punkte) und fifty Prozent der Kategorie U52.1 (-75 bis thirty Punkte) zugeordnet. Im Jahre 2008 waren es nur 28,one Prozent in der Kategorie U52.2, w�hrend 71,9 Prozent der �leichteren� Kategorie U52.ane zufielen.
Als weiterer Parameter der Morbidit�t wurde noch die Zahl der Nebendiagnosen analysiert. 2005 wurden im Mittel thirteen,seven (5,5), 2006 15,two (5,9), 2007 14,iv (5,5) und 2008 15,0 (5,7) Nebendiagnosen kodiert. In einer univariaten Varianzanalyse mit Mail service-hoc-LSD-Tests zeigte sich, dass 2006 signifikant mehr Nebendiagnosen dokumentiert wurden als 2005 und 2007. Im Jahr 2008 waren es signifikant mehr als 2005 (p < 0,01).
Das Change korrelierte nicht mit der Verweildauer. Einfluss auf die Verweildauer hatten allerdings Erkrankungsschwere (ausgedr�ckt im Fr�hreha-Barthel-Index und PCCL-Wert), Zahl der Nebendiagnosen, Geschlecht und Diagnosegruppe. In einer univariaten Varianzanalyse mit Verweildauer als abh�ngiger und Fr�hreha-Barthel-Index-Kategorie (U52.ten) als unabh�ngiger Variable zeigten sich signifikante Unterschiede (F = xl,4, p < 0,001), (Grafik 3 gif ppt). Das hei�t: je niedriger der Fr�hreha-Barthel-Alphabetize, desto l�nger die Verweildauer. Beim PCCL-Wert ergab sich ein gleichsinniges Ergebnis (F = 40,six, p < 0,001). Post-hoc-LSD-Tests best�tigten f�r den PCCL-Wert 4 signifikant l�ngere Verweildauern als f�r alle anderen PCCL-Werte. In bivariaten Varianzanalysen korrelierte dice Zahl der Nebendiagnosen signifikant mit der Verweildauer. Der Korrelationskoeffizient lag bei r = 0,33 (p < 0,001). Bei weiblichen Behandlungsf�llen zeigte sich ein Trend zu k�rzeren Verweildauern: 42,ix (30,7) versus 45,viii (38,0) Tage, (T = 1,9, p < 0,10). Tabelle 2 f�hrt die Verweildauern der einzelnen Diagnosegruppen auf. Diese differierten signifikant voneinander (F = 3,1, p < 0,001). In Post-hoc-LSD-Tests best�tigte sich, dass F�lle mit einem hypoxischen Hirnschaden eine signifikant fifty�ngere Verweildauer aufwiesen als die meisten anderen Diagnosegruppen.
Dice Fr�hrehabilitationsf�lle f�hrten zu 60 verschiedenen DRGs. Die mit Abstand h�ufigste DRG war die B42/43Z �Fr�hrehabilitation bei Krankheiten und St�rungen des Nervensystems, mehr als 27 Tage� in 67,3 Prozent aller F�lle, gefolgt von der B42B �Fr�hrehabilitation bei Krankheiten und St�rungen des Nervensystems bis 27 Tage ohne neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls� mit xi,ii Prozent aller F�lle (Tabelle vi gif ppt).
Diskussion
Die neurologische Fr�hrehabilitation der Stage B ist integraler Bestandteil der Versorgung schwer betroffener neurologischer und neurochirurgischer Patienten. Im Rahmen des von der BAR entworfenen Phasenmodells schlie�t sich die Phase B unmittelbar an die Behandlung im Akutkrankenhaus an. Die BAR geht von einer achtw�chigen Mindestbehandlungsdauer in der Phase B aus, um das Rehabilitationspotenzial von schwer betroffenen Patienten ermitteln zu k�nnen (i). �ber den gesamten Beobachtungszeitraum (2005 bis 2008) ergab sich bei due north = 2 060 Fr�hrehabilitationspatienten, in denen dice Strukturmerkmale des OPS 8-552 erf�llt waren, eine mittlere Verweildauer von 44,half-dozen Tagen, bei allerdings breiter Streuung. Dice von der BAR empfohlene Mindestverweildauer von acht Wochen konnte in 76,4 Prozent der untersuchten F�lle eingehalten werden. Angesichts der breiten Streuung wird jedoch deutlich, dass erhebliche interindividuelle Unterschiede bei der Verweildauerbetrachtung zu ber�cksichtigen sind. Einen erheblichen Einfluss hat vor allem die Diagnose. Zum Beispiel lagen F�lle mit einem hypoxischen Hirnschaden mit circa 56 Tagen deutlich �ber dem Gesamtdurchschnitt.
Zur Erkl�rung der von 2005 bis 2008 eingetretenen Verweildauerreduktion kann vor allem die in der untersuchten Stichprobe feststellbare Abnahme der Morbidit�t herangezogen werden. Zwar chapeau sich die Zahl der Nebendiagnosen im Untersuchungszeitraum erh�ht, die anderen wesentlichen Morbidit�tsparameter, vor allem der Fr�hreha-Barthel-Index und der PCCL-Wert zeigen jedoch eine Abnahme der Morbidit�t an. Dieser �berraschende Befund widerspricht der Wahrnehmung vieler Fr�hrehabilitationseinrichtungen, die eine zunehmende Morbidit�t ihrer Patienten beklagen. Nach Ansicht der Autoren gibt es f�r diese scheinbare Diskrepanz im Wesentlichen den Erkl�rungsansatz eines Selektionseffektes durch die Fr�hrehabilitationsprozedur selbst. In die vorliegende Studie wurden lediglich F�lle eingeschlossen, bei denen die Strukturmerkmale des OPS 8-552 erf�llt waren. Dies bedeutet, dass eine ausreichende Belastbarkeit f�r mindestens 300 min Therapie pro Tag (Kasten gif ppt) gegeben sein muss. Daher kann die Prozedur bei besonders schwer betroffenen Patienten nicht kodiert werden. Auch muss ber�cksichtigt werden, dass insbesondere F�lle mit Intensiv- und/oder Beatmungspflichtigkeit nicht �ber den OPS 8-552 kodiert werden, sondern zum Beispiel �ber den OPS viii-980 (�intensivmedizinische Komplexbehandlung�). Dies bedeutet ebenfalls, dass besonders schwere F�lle mit sehr niedrigem Fr�hreha-Barthel-Index nicht in die aktuelle Analyse einbezogen wurden. Die Zahl der Beatmungsf�lle hat sich an der BDH-Klinik im Untersuchungszeitraum deutlich erh�ht. W�hrend 2005 nur xiv 221 Beatmungsstunden erbracht wurden, lag dieser Wert im Jahr 2006 bei 29 947 und 2007 bei 28 887 pro Jahr (7).
Die Einf�hrung des DRG-Systems selber spielt unter Ber�cksichtigung der Ver�nderungen der Morbidit�tsparameter vermutlich nur eine untergeordnete Rolle bei der Verweildauerverk�rzung. Ein Einfluss l�sst sich nur mittelbar �ber den dargestellten Selektionseffekt durch Etablierung der Fr�hrehabilitationsprozedur 8-552 postulieren.
Weitere Ursachen der Verweildauerreduzierung liegen nach Ansicht der Autoren neben dem dargestellten Selektionseffekt auch in einer zunehmenden Verdichtung therapeutischer Leistungen � es werden mindestens 300 min Therapie t�glich gefordert � sowie einer rigideren Gew�hrung von Leistungen zur neurologisch-neurochirurgischen Fr�hrehabilitation. Zwar kann diese Einsch�tzung durch die vorliegenden Daten nicht validiert werden, einige Aspekte dieser Entwicklung sind jedoch einer Publikation von Wallesch (viii) zu entnehmen. So wird nach Erfahrungen der Autoren nicht selten � vor allem zu Lasten des Leistungserbringers � ein fr�herer Wechsel in die schlechter verg�tete Behandlungsphase C erzwungen.
Zur Frage, ob eine ad�quate Abbildung fr�hrehabilitativer Leistungen im DRG-Organisation m�glich ist, w�ren folgende Aussagen zu treffen: Da sich trotz Kodierung des OPS 8-552 insgesamt lx verschiedene DRG ergaben, chapeau das Arrangement (noch) keine ausreichende Ausrichtung auf die Belange der Fr�hrehabilitation. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass �ber die DRG B42Z beziehungsweise B43Z, je nach DRG-Version, nach Ablauf von 27 Tagen wieder tagesbezogen verg�tet wird. Dies erscheint aus Sicht der Autoren angemessen, weil auch der Behandlungsaufwand, zum Beispiel im Hinblick auf die Forderung nach 300 min Therapie im Tagesmittel, �ber den gesamten Behandlungszeitraum der neurologischen Fr�hrehabilitation relativ konstant bleibt. Nach Ansicht der Autoren ist es unstrittig, dass die Patienten der neurologisch-neurochirurgischen Fr�hrehabilitation and then schwer betroffen sind, dass die besonderen Mittel des Krankenhauses vorgehalten werden g�ssen. Dies belegen die Morbidit�tsdaten. Ein Nebenbefund state of war, dass bei den weiblichen Fr�hrehabili-tationsf�llen ein Trend zu einer k�rzeren Verweildauer in der Phase B feststellbar war. Da sich in den nachfolgenden Phasen C und D aufgrund von psychosozialen Kontextfaktoren ein umgekehrtes Verh�ltnis bei den Geschlechtern nachweisen l�sst (ten), k�nnte dieses Ergebnis auf ein one thousand�nstigeres Rehabilitationspotenzial bei Frauen hinweisen, f�r das es in der Literatur auch weitere, wenn auch schwache Belege gibt (xi).
In der Summe zeigt die aktuelle Studie eine im Vergleich zu in der Mitte der 1990er Jahre erhobenen Daten deutliche Verweildauerreduktion in der neurologisch-neurochirurgischen Fr�hrehabilitation. Das von der BAR als Mindestbehandlungsdauer vorgeschlagene achtw�chige �Beobachtungsintervall� erscheint ausreichend, um etwa Dreiviertel der erfassten Fr�hrehabilitationsf�lle abzudecken, bei allerdings erheblicher interindividueller Streuung.
Eine Limitation der Studie liegt in der fall- und nicht patientenbezogenen Betrachtung. Daher kann sie auch nicht zur Beurteilung der Ergebnisqualit�t oder gar der Effizienz der neurologisch-neurochirurgischen Fr�hrehabilitation herangezogen werden. Dies ist allein schon deswegen nicht thou�glich, weil es sich nicht um eine kontrollierte, randomisierte Untersuchung handelt. Es bleibt weiteren, vor allem multizentrischen Studien vorbehalten, diesen Aspekt n�her zu beleuchten.
Interessenkonflikt
Prof. Rollnik ist �rztlicher Direktor und Dipl.-Kfm. Janosch ist Gesch�ftsf�hrer der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf. Diese Klinik betreibt schwerpunktm��ig neurologische Fr�hrehabilitation.
Manuskriptdaten
eingereicht: 11. 3. 2009, revidierte Fassung angenommen: 30. 9. 2009
Anschrift f�r die Verfasser
Prof. Dr. med. Jens D. Rollnik
BDH-Klinik Hessisch Oldendorf
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Medizinischen Hochschule Hannover
Greitstra�e 18�28
31840 Hessisch Oldendorf
Summary
Electric current Trends in the Length of Stay in Neurological Early on Rehabilitation
Background: Neurological early on rehabilitation (phase B) is an integral component of the stage model of the German Federal Rehabilitation Council (Bundesarbeitsgemeinschaft f�r Rehabilitation, BAR). We studied the current trend in patients� length of stay.
Methods: This study included 2060 cases of the BDH-Klinik Hessisch Oldendorf (a neurological rehabilitation clinic) from 2005 to 2008 that fulfilled the structural characteristics of particular 8-552 of the German coding organisation for operations and procedures (Operationen- und Prozedurenschl�ssel, OPS), which codes for neurological and neurosurgical early rehabilitation. We studied the parameters historic period, sexual practice, length of stay, blazon of discharge, diagnoses, and morbidity. 75.7% of the collective carried a diagnosis of cerebral ischemia, traumatic encephalon injury, or intracerebral hemorrhage.
Results: The mean length of stay over the entire period of the study was 44.six days. A successive reduction of the mean length of stay from 2005 to 2008 was evident, from 46.8 days in 2005 to 37.v in 2008 (p<0.001). The morbidity, too, declined over the period of the study. 76.4% of the cases analyzed stayed in hospital for at to the lowest degree the minimum of 8 weeks proposed by the BAR. 39.5% of the patients improved to such an extent in phase B that they were able to be transferred to a further rehabilitation facility, while well-nigh one patient in five was transferred from early on rehabilitation to a nursing facility. The mortality was 0.9%. Although the early on rehabilitation procedure was correctly coded, a total of 60 different diagnosis-related groups (DRGs) were applied.
Conclusion: These data support the BAR�south recommendation for a minimum length of stay of viii weeks in stage B. The observed shortening of the length of stay was constitute to be primarily the event of a reduction in morbidity during early on rehabilitation. This, in plow, may well be due to a option effect of the early rehabilitation procedure code eight-552.
Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(16): 286�92
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0286
@The English version of this commodity is available online:
www.aerzteblatt-international.de
Source: https://www.aerzteblatt.de/archiv/74300/Verweildauerentwicklung-in-der-neurologischen-Fruehrehabilitation

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